Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserin, lieber Leser,

herzlich willkommen zur Onlineversion des Jahresberichts 2020 des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen. Schön, dass Sie zu uns gefunden haben!

Sie finden auf diesen Seiten ausführliche Informationen zur Arbeit des Landesverbandes und der ihm angeschlossenen 74 öffentlichen Musikschulen. Der Online-Jahresbericht ergänzt die etwas kürzere gedruckte Version des Jahresberichts 2020, den wir Ihnen auf Anforderung gerne zusenden und den Sie unten auf der Seite auch bereits durchblättern können. Für Ihre Hinweise und Anregungen sind wir Ihnen dankbar. Bitte nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Wir freuen uns, wenn wir Ihnen mit unseren Informationen helfen können und grüßen Sie herzlich aus der Welt der niedersächsischen Musikschulen.

Ihr Team des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Musik,

das Jahr 2020 gehört nun der Vergangenheit an, nicht jedoch die tiefgreifenden Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie. Die Ereignisse haben auch die Welt der Musikschulen mit voller Wucht getroffen. Obwohl die Auswirkungen vielerorts existenzbedrohliche Szenarien hervorgebracht haben und Menschen finanziell oder gesundheitlich in Not geraten sind, möchte ich an dieser Stelle die Aufmerksamkeit ganz bewusst auf die andere Seite der Medaille lenken. Sicher hält die Pandemie unserer Gesellschaft einen unliebsamen Spiegel vor und konfrontiert uns mit Realitäten, die uns verunsichern oder gar ängstigen. Doch darin liegt aus meiner Sicht eine große Chance, Altbewährtes und bis dato scheinbar Unverrückbares zu überprüfen und Neues entstehen zu lassen. Hier können sich für Kultur- und Bildungseinrichtungen allerlei neue Türen öffnen.

In vielen Gesprächen wurde deutlich, welchen Stellenwert die Arbeit der Musikschulen hat. Nach einer anfänglichen kurzen Phase der Schockstarre kamen aus dem Trümmerfeld des gewohnten Musikschulalltags rasch unzählige neue, kreative Unterrichtsformate zum Vorschein. Mit Mut und Energie, Kreativität und dem inneren Feuer der Leidenschaft fanden die Musikschulen und ihre engagierten Lehrkräfte neue Wege des Unterrichts. Allen war es wichtig, den Schüler*innen den Zugang zu ihrem liebsten Hobby, dem Musikmachen, weiterhin zu ermöglichen. Im Laufe der Zeit pandemiebedingter Einschränkungen konnten neue Formate entwickelt und ausgefeilt und sogar neue Zielgruppen erschlossen werden. Es erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit, diese wundervollen Entwicklungen als Präsidentin begleiten zu dürfen. Zusammen mit dem Landesverband wurde hier unglaublich viel bewegt.

Gleichzeitig kamen Aufgaben zum Vorschein, die im Pandemiegeschehen jetzt deutlicher Gestalt annehmen. Unsere Musikschulen benötigen in ihrer seit Jahren gewachsenen Rolle als Partner der allgemeinbildenden Schulen und Kitas wie auch in ihrer Rolle als Kulturschaffende mehr politische Aufmerksamkeit und eine Neueinordnung in der Bildungs- und Kulturwelt Niedersachsens. Insbesondere mit Blick darauf, dass wir auch künftig mit der Pandemie leben und umzugehen haben, gilt es, die Musikschulen zukunftsfähig zu machen – Stichwort „Digitalpakt“. Das Land Niedersachsen hier als verlässlichen Partner für musikalische Bildungsarbeit an unserer Seite zu wissen, macht uns Mut.

Musik zählt zu den schönsten Dingen der Welt und kann Wunder bewirken. Kein Virus ändert das. Im Gegenteil, Menschen erleben im Musikmachen Freude und Stabilität in unsicheren Zeiten. Lassen Sie uns in diesem Sinne mit gemeinsamer Kraft nach vorne schauen.

Ihre

Gabriele Lösekrug-Möller MdB
Präsidentin des Landesverbandes
niedersächsischer Musikschulen

 

Vorwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Leserinnen und Leser,

gut ein Jahr ist es her, da wurde noch während unserer Mitgliederversammlung im März 2020 der erste pandemiebedingte Lockdown beschlossen. Ich erinnere mich noch gut an den Moment der Verkündung, der uns alle eiskalt erwischte und uns zweifelnd und ungläubig zurückließ. Was damals wie ein einmaliges und kurzfristig bedrohliches Ereignis in unsere Musikschulwelt einbrach, ist bis heute ständige und alles beeinflussende Realität. Als ob in unserer bis dahin wohlklingenden, kraftvollen und vertrauten Musikschulsinfonie unerwartet eingestreute Vorzeichen das gewohnte Hörerlebnis ins Wanken bringen und eine ganz neue Art der Aufmerksamkeit, Rezeption und Kreativität einfordern.

Nachdem wir bisher pädagogische und künstlerische Projekte auf den Weg brachten, Konzerte organisierten, uns intensiv unseren Alltags- und Zukunftsthemen widmeten, standen wir plötzlich vor bis dato unvorstellbaren Aufgaben. Innerhalb kürzester Zeit galt es, die Logistik, die technischen Voraussetzungen und Kompetenzen für „keimfreien“ Unterricht zu schaffen. Ein wichtiges Zukunftsthema rutschte auf diese Weise im Nu auf Platz eins unserer Prioritätenliste: Die Digitalisierung von Musikschulangeboten. Und das flächendeckend im Eiltempo! Dank hervorragender Unterstützung durch die Geschäftsstelle unseres Landesverbandes und getragen von einem großen Netzwerk motivierter Kolleg*innen haben wir es geschafft, fast alle unsere Schüler*innen auch während der pandemiebedingten Lockdownphasen zu erreichen. Unsere Musikschullehrer*innen haben Wege gefunden, mit den Schüler*innen in Kontakt zu bleiben und ihnen den Zugang zu ihrem liebgewonnenen Hobby zu erhalten, sie zu fördern und für sie da zu sein.

Unter diesen neuen Vorzeichen erlebe ich unsere Musikschulen noch einmal ganz neu. Noch immer sind sie Orte der Begegnung für viele Menschen und offen für alle, Orte der Teilhabe und der Kreativität – nur anders und unter ständig wechselnden Vorzeichen. Auch wenn den Musikschulen durch die Ereignisse der letzten Monate unglaublich viel abverlangt wurde, bin ich voller Zuversicht und stolz auf das, was wir bisher gemeinsam geschafft haben. Wir alle wachsen mit diesen Aufgaben und tragen so gut es geht dazu bei, die Welt ein wenig klangvoller, bunter und leichter zu gestalten.

Ihre

Sigrid Neugebauer-Schettler
Vorsitzende des Landesverbandes
niedersächsischer Musikschulen

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