Aus den Musikschulen

Saz-Konzert von Mohammad Ali an der Musikschule Helmstedt

Mohammad Ali / Foto: Gulaneck/KMS Helmstedt

Kreismusikschule Helmstedt

Im Jahr 2017 gab die Kreismusikschule Helmstedt wieder zahlreiche unterschiedliche Konzerte und Aufführungen zum Besten und bereicherte damit das kulturelle Leben im Landkreis Helmstedt.

So brachten die jungen Schauspieler des Musiktheaters zwei Vorstellungen des Klassikers „Im weißen Rössl“ auf die Bühne des 600 Plätze fassenden Brunnentheaters. Und über 100 Elevinnen und Eleven aus der Ballettklassse der Kreismusikschule bezauberten das Theaterpublikum an zwei Tagen mit den Tänzen zur Musik von Adams „Giselle“.

Neben vielen öffentlichen Vorspielen glänzten vor allem das Akkordeonorchester, das Streicherensemble “Concertino” und das Blechbläserensemble “Tubicinum” mit großen Auftritten. Das jährliche Highlight in der Adventszeit aber waren natürlich wieder die Kinderkonzerte, die inzwischen seit 26 Jahren kleine und große Zuschauer in das Brunnentheater ziehen. Die seit 2005 bestehende Kooperation mit der Theater-AG der 6. Klassen des Gymnasiums Julianum und dem Orchester der Kreismusikschule Helmstedt hat sich auch bei den diesjährigen drei Vorstellungen bewährt. Bei dem Märchen “Es war einmal…” begeisterten die Schauspieler ebenso wie die über 50 jungen Musiker.

Den Jahresabschluss bildete wieder einmal das Lehrerkonzert auf der Burg Warberg. Hierbei spielen die Lehrkräfte der  Kreismusikschule in oft ungewöhnlichen Besetzungen. Auch dieses Mal, gab es wieder tolle Kombinationen zu bestaunen. So bildete sich beispielsweise ein Lehrertrio, bestehend aus Querflöte, Posaune und Klavier, welche das Stück “Mücke und Elefant” zum Besten gab. Einen Gastauftritt hatte der 24-jährige Mohammad Ali mit seiner Saz, einer Langhalslaute, und sorgte damit für eine orientalische Note. Der Flüchtling aus Syrien hatte dieses Instrument gespendet bekommen, da ihm sein eigenes bei der Flucht verloren ging. Er spielte darauf auswendig ein Stück von nicht unbeachtlicher Länge, schien dabei ganz in sein Instrument und dessen Klängen versunken zu sein – ebenso wie seine Zuhörerschaft. Ein gelungener Beitrag zur Integration und Völkerverständigung.