Mitgliederversammlung 2019

Im Anschluss an den Festakt 10 Jahre „Wir machen die Musik!“ am 14. März im großen Saal der OsnabrückHalle fand nachmittags am gleichen Ort die Mitgliederversammlung des Landesverbandes unter der Leitung seiner Präsidentin Gabriele Lösekrug-Möller statt. Nach einstimmiger Entlastung wurden nahezu alle Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstands in ihren Ämtern bestätigt. Somit stehen Sigrid Neugebauer-Schettler (Vorsitzende) und Daniel Keding (stv. Vorsitzender) für eine weitere Legislaturperiode an der Spitze des Verbandes. Arndt-J. Mehring und Martin Nieswandt wurden in ihrer Position als Beisitzer bestätigt. Einzig Michael Ränger schied nach langjährigem Engagement als Beisitzer unter großem Beifall der Verbandsversammlung aus dem Vorstand aus. Ihm folgt Verena Tschira, Leiterin der Musikschule der Landeshauptstadt Hannover, nach.

Schwerpunkt der nachmittäglichen Tagung war die künftige Gestaltung der musikalischen Nachwuchsarbeit im Flächenland Niedersachsen. Mit der programmatischen Überschrift „Von der Kita bis zur Hochschule – Wege zur systematischen Förderung und Sicherung des musikpädagogischen Nachwuchses“ unterstrich der Landesverband die hohe Bedeutung der frühkindlichen Pädagogik in diesem Kontext. Prof. Dr. Renate Zimmer, ehemalige Direktorin des Niedersächsischen Instituts für Frühkindliche Bildung und Entwicklung (NIFBE) und anerkannte Expertin unterstrich in ihrem eindrücklichen Impulsvortrag „Über Musik die eigenen Stärken entdecken“ die Notwendigkeit, Potenziale von Kindern so früh wie möglich zu erkennen und zu stärken. Entscheidend sei u.a., Kindern Raum zur Entwicklung ihrer individuellen Ressourcen zu geben, sie konsequent mit- und voneinander lernen zu lassen und ihnen kontinuierlich Selbstwirksamkeitserlebnisse zu ermöglichen.

Derart eingestimmt stellte Daniel Keding im Anschluss eine erste Konzeptskizze zur systematischen musikalischen Individual- und Begabungsförderung (smibf) vor. Das von einer Arbeitsgruppe entwickelte Konzept sieht eine flächendeckende und lückenlose Förderung musikalischer Begabung vom Kindergartenalter bis zur Hochschulreife vor. Über die Zielsetzung, Kinder mit besonderem musikalischem Interesse systematisch zu erfassen und gezielt auf ein späteres Musikstudium bzw. einen Musikberuf zu begleiten sowie die für die Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen, diskutierten eine vom Landesverband eingeladene Expertengruppe. Interessierte Tagungsteilnehmer*innen wurden nach dem fish-bowl-Prinzip in die Diskussion einbezogen.

Der Expertengruppe gehörten an: Prof. Dr. Silke Lehmann (Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück), Prof. Christoph Hempel (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), Johannes Münter (Präsident des Landesmusikrats Niedersachsen), Wolfgang Broy (Schulfachlicher Dezernent bei der Landesschulbehörde Niedersachsen), Dr. Martin Weber (Vorsitzender des Verbandes deutscher Schulmusiker/LV Niedersachsen (VdS)).

Die sehr lebhaft und engagiert geführte Diskussion berührte wichtige Fragen, Aspekte und Ziele musikalischer Begabungsförderung. Vor allem aber unterstrich sie das gemeinsame Interesse und die Aufgaben der Schul- und Musikschulverbände, auf Verbesserungen hinzuwirken, wie sie von den Experten gefordert wurden:

  • Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschulen muss verstärkt werden
  • Die Curricula müssen zusammengeführt und abgestimmt werden
  • Die kindliche Potenzialentfaltung muss auf allen Ebenen ermöglicht werden (Analogie zum Leistungssport!)
  • Gestaltungsmöglichkeiten der schulischen Rhythmisierung (Ganztagsschule) nutzen
  • Vorsicht vor Schablonen und zu hohen Erwartungen – kleine Erfolge beachten!
  • Flexibilität des Modells sichern, um eine Anpassung auf örtliche Gegebenheiten zu ermöglichen
  • Das Profil der Studienvorbereitenden Ausbildung muss geschärft werden

Allgemein wurde die Notwendigkeit eines schlüssigen und von allen Kräften unterstützten Fördermodells bestätigt. Die hierzu ausgearbeitete Konzeptskizze smibf wurde von der Mitgliederversammlung einhellig begrüßt und soll in den kommenden Monaten weiterentwickelt werden.

 

FOTOGALERIE

Nach einem von der Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück vielfältig gestalteten geselligen Abend im Stadtgaleriecafé wurde die Mitgliederversammlung am Vormittag des 15. März im Tagungsraum des Hotel Walhalla fortgesetzt.

Sigrid Neugebauer-Schettler und Martin Nieswandt berichteten zunächst von der Qualitätsoffensive des VdM und in diesem Zusammenhang von aktuellen Entwicklungen im VdM zu den Themen Führungskräfteentwicklung, Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung.

In seinem Impulsvortrag mit der Überschrift „Musikalische Bildung ins Zentrum rücken!“ hielt Geschäftsführer Klaus Bredl ein Plädoyer für ein strategisches Politikmarketing, um die Ziele des Verbandes und der öffentlichen Musikschulen wirkungsvoll durchsetzen zu können. Im Anschluss daran befassten sich verschiedene Arbeitsgruppen mit möglichen Umsetzungsstrategien eines systematischen Politikmarketings auf verschiedenen Handlungsebenen:

  • Aufbau und Pflege politischer Netzwerke
  • Einbindung der Eltern und des Kollegiums
  • Einbindung von Partnern und Multiplikatoren

Mit einem herzlichen Dank an alle Tagungsteilnehmer*innen für eine motivierende und produktive Konferenz sowie vielen Arbeitsaufträgen im Gepäck beschloss die alte und neue Verbandsvorsitzende Sigrid Neugebauer-Schettler gegen Mittag die zentrale Landestagung der öffentlichen Musikschulen in Niedersachsen.

Derart eingestimmt stellte Daniel Keding im Anschluss eine erste Konzeptskizze zur systematischen musikalischen Individual- und Begabungsförderung (smibf) vor. Das von einer Arbeitsgruppe entwickelte Konzept sieht eine flächendeckende und lückenlose Förderung musikalischer Begabung vom Kindergartenalter bis zur Hochschulreife vor. Über die Zielsetzung, Kinder mit besonderem musikalischem Interesse systematisch zu erfassen und gezielt auf ein späteres Musikstudium bzw. einen Musikberuf zu begleiten sowie die für die Zielerreichung erforderlichen Maßnahmen, diskutierten eine vom Landesverband eingeladene Expertengruppe. Interessierte Tagungsteilnehmer*innen wurden nach dem fish-bowl-Prinzip in die Diskussion einbezogen.

Der Expertengruppe gehörten an: Prof. Dr. Silke Lehmann (Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück), Prof. Christoph Hempel (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover), Johannes Münter (Präsident des Landesmusikrats Niedersachsen), Wolfgang Broy (Schulfachlicher Dezernent bei der Landesschulbehörde Niedersachsen), Dr. Martin Weber (Vorsitzender des Verbandes deutscher Schulmusiker/LV Niedersachsen (VdS)).

Die sehr lebhaft und engagiert geführte Diskussion berührte wichtige Fragen, Aspekte und Ziele musikalischer Begabungsförderung. Vor allem aber unterstrich sie das gemeinsame Interesse und die Aufgaben der Schul- und Musikschulverbände, auf Verbesserungen hinzuwirken, wie sie von den Experten gefordert wurden:

  • Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Musikschulen muss verstärkt werden
  • Die Curricula müssen zusammengeführt und abgestimmt werden
  • Die kindliche Potenzialentfaltung muss auf allen Ebenen ermöglicht werden (Analogie zum Leistungssport!)
  • Gestaltungsmöglichkeiten der schulischen Rhythmisierung (Ganztagsschule) nutzen
  • Vorsicht vor Schablonen und zu hohen Erwartungen – kleine Erfolge beachten!
  • Flexibilität des Modells sichern, um eine Anpassung auf örtliche Gegebenheiten zu ermöglichen
  • Das Profil der Studienvorbereitenden Ausbildung muss geschärft werden

Allgemein wurde die Notwendigkeit eines schlüssigen und von allen Kräften unterstützten Fördermodells bestätigt. Die hierzu ausgearbeitete Konzeptskizze smibf wurde von der Mitgliederversammlung einhellig begrüßt und soll in den kommenden Monaten weiterentwickelt werden.

Nach einem von der Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück vielfältig gestalteten geselligen Abend im Stadtgaleriecafé wurde die Mitgliederversammlung am Vormittag des 15. März im Tagungsraum des Hotel Walhalla fortgesetzt.

Sigrid Neugebauer-Schettler und Martin Nieswandt berichteten zunächst von der Qualitätsoffensive des VdM und in diesem Zusammenhang von aktuellen Entwicklungen im VdM zu den Themen Führungskräfteentwicklung, Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung.

In seinem Impulsvortrag mit der Überschrift „Musikalische Bildung ins Zentrum rücken!“ hielt Geschäftsführer Klaus Bredl ein Plädoyer für ein strategisches Politikmarketing, um die Ziele des Verbandes und der öffentlichen Musikschulen wirkungsvoll durchsetzen zu können. Im Anschluss daran befassten sich verschiedene Arbeitsgruppen mit möglichen Umsetzungsstrategien eines systematischen Politikmarketings auf verschiedenen Handlungsebenen:

  • Aufbau und Pflege politischer Netzwerke
  • Einbindung der Eltern und des Kollegiums
  • Einbindung von Partnern und Multiplikatoren

Mit einem herzlichen Dank an alle Tagungsteilnehmer*innen für eine motivierende und produktive Konferenz sowie vielen Arbeitsaufträgen im Gepäck beschloss die alte und neue Verbandsvorsitzende Sigrid Neugebauer-Schettler gegen Mittag die zentrale Landestagung der öffentlichen Musikschulen in Niedersachsen.